Stürmische Begegnung

Eliot (Horst-Günter Marx) hat seine Cousine Rebecca (Sophie von Kessel) zu einem Ausritt eingeladen. Die beiden kommen sich näher.

Eliot (Horst-Günter Marx) hat seine Cousine Rebecca (Sophie von Kessel) zu einem Ausritt eingeladen. Die beiden kommen sich näher. Foto: ZDF und David Farrwell

Die junge Buchhändlerin Rebecca Bayliss richtet sich gerade in London eine neue Wohnung ein, als sie die Nachricht erhält, dass ihre auf Ibiza lebende Mutter Lisa schwer erkrankt ist. Überstürzt bricht Rebecca nach Spanien auf. Auf Ibiza erfährt sie von Otto Feddersen, dem Lebensgefährten ihrer Mutter, dass diese an Leukämie erkrankt ist und nicht mehr lange leben wird. Das Wiedersehen von Mutter und Tochter ist so für beide glücklich und schmerzlich zugleich. Lisa vermacht ihrer Tochter die Geschichte der Familie Bayliss. Eine Familiengeschichte, die Rebecca zum ersten Mal hört. Sie erfährt, dass ihr Großvater der bekannte Maler Grenville Bayliss ist, der auf dem Landgut Boscarva in Cornwall lebt, und dass es dort auch noch eine Tante Mollie und deren Sohn Eliot gibt, die allesamt den Kontakt zu Lisa Bayliss abgebrochen haben. So ist es nun an Rebecca, nach dem Tod ihrer Mutter nach Cornwall zu reisen, den verwandtschaftlichen Spuren zu folgen und mit ihrem Großvater in Kontakt zu treten.

Auf Boscarva wird Rebecca freundlich empfangen. Sie ist beeindruckt von der wundervollen Landschaft Cornwalls und von dem prächtigen Haus, in dem ihr Großvater Grenville lebt. Grenville ist eine starke, faszinierende Persönlichkeit – ein rauer, aber herzlicher Mann, der glücklich ist, seine Enkelin in die Arme schließen zu können. Dennoch spürt Rebecca sofort, dass auf Boscarva vieles nicht in Ordnung ist. Zum Leidwesen des Großvaters verkehrt ihr Cousin Eliot mit unseriösen Geschäftspartnern. Tante Mollie ist eine freundliche, aber oberflächliche Person, und dann gibt es dort noch Joss Gardner, einen jungen Antiquitätenhändler, den Rebecca zufällig schon einmal in London getroffen hatte. Er geht auf Boscarva ein und aus und restauriert die alten wertvollen Möbel.

Besonders Eliot hasst Joss, der sich unter dem Schutz von Grenville ganz frei auf Boscarva bewegen darf, obwohl er kein Familienangehöriger ist. Auch Rebecca mag Joss zunächst nicht, vor allem seine direkte Art ist ihr unangenehm. Ihr Cousin Eliot dagegen ist ihr zunehmend sympathisch. Dennoch kreuzen sich Rebeccas und Joss‘ Wege in und um Boscarva immer wieder. Bei aller Irritation über diesen Mann fühlt sich Rebecca dann eines Tages doch so zu Joss hingezogen, dass sie sich von ihm zu einem Kaffee in seine Wohnung einladen lässt. Dabei macht sie jedoch eine erschreckende Entdeckung: In seinem Keller findet sie einen alten Sekretär, der ihrer Mutter gehörte und der seit einigen Tagen auf Boscarva vermisst wird. Alles deutet darauf hin, dass Joss das Möbelstück gestohlen hat. Zornig und enttäuscht verlässt Rebecca die Wohnung.

Doch auch andere Fragen bleiben für Rebecca auf Boscarva zunächst unbeantwortet: Welches Geheimnis hütet ihr Großvater in seinem Atelier, das seit Jahren niemand betreten durfte? Wer ist „Sophia“, die auf so vielen Gemälden ihres Großvaters zu sehen ist, allerdings ohne ihr Gesicht zu zeigen?
Nach dem gleichnamigen Roman – Text: ZDF

Melodram, Deutschland/Österreich 1993
Gemeinschaftsproduktion von ZDF und ORF
Laufzeit: 87 Min.
Regie: Helmut Förnbacher
Drehbuch: Barbara Engelke
Kamera: Axel de Roche
Musik: Richard Blackford

Darsteller: Sophie von Kessel – (Rebecca Bayliss), Michael Lesch – (Joss Gardner), Horst-Günter Marx – (Eliot Bayliss), Rolf Hoppe – (Grenville Bayliss), Louise Martini – (Mollie Bayliss), Karl Merkatz – (Pettifer), Heidelinde Weis – (Lisa Bayliss), Horst Janson – (Otto Peddersen).

Drehorte: Land’s End, ist der westlichste Punkt Englands. Der Sage zufolge soll sich hier in der Nähe das versunkene Reich von König Artus und seinem Zauberer Merlin befinden. Hier erleben Sie die Kulisse der dramatischen Klippen Cornwalls, Schauplatz zahlreicher romantischer Verwicklungen, so auch die innige Schlussszene von „Stürmische Begegnung“, die sich genau an diesem Ort abspielt. Rebeccas Wanderung nach Boscarva war unterhalb Land’s End nahe der Nanjizal Bay. Die Szenen im Hafen wurden im idyllischen Künstler- und Fischerort St. Ives gedreht und wird als fiktives Städtchen „Porthkerris“ erwähnt.
Weitere Drehorte sind: Ibiza und London. Das Tregenna Castle Hotel taucht in dem Film als Castle Hotel auf, welches Rebeccca Bayliss zum Übernachten nahegelegt wird. Boscarva ist in Wirklichkeit Trereife und liegt am Westrand von Penzance, die Außenaufnahmen waren auf dem Trelissick-Gelände (Zufahrt und Terrasse), die Innenaufnahmen wurde auf Trereife bei Penzance gedreht. Der Pub, vor dem Joss zusammengeschlagen wird, steht am Hafen in St. Ives und heißt „The Sloop Inn„. Die B&B-Unterkunft am Anfang des Films ist „The Anchorage“ und liegt in St Ives. Rebecca kommt am Bahnhof von St. Erth an. Ein weiterer Spaziergang mit Rebecca und ihrer Cousine war in St Ives unterhalb der Kapelle von St Ives Head mit Blick auf den Porthmeor Strand. Der Fischkauf war ebenfalls in St Ives auf der Smeaton’s Pier.
Die Hafenszenen mit Joss Antiquitätenladen fanden in Mevagissey statt. Hier sind im Hintergrund das Shark Angling Centre ebenso zu sehen wie das Restaurant Wheel House, beides gibt es heute noch.
Elliot und Rebecca fahren im Oldtimer in Marazion auf der „West End“ mit Blick auf St Michael’s Mount.
Übrigens, Rosamunde Pilcher taucht in einer Szene auf (ähnlich wie Hitchcock in seinen Filmen), und zwar als Rebecca vor einer Galerie steht (Porthkerris …… Gallery).

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