Tag Archive | Marijam Agischewa

In der Mitte eines Lebens

Ella Dempsey hat eigentlich alles, was sie sie wünschen kann: Sie ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und ein schönes Zuhause. Doch ihre Ehe ist schon seit längerer Zeit dominiert von Alltag und Routine. Als sie am Morgen ihres 53. Geburtstags eine Schachtel mit einer wunderschönen Kette in den Sachen ihres Mannes Gordon findet, ist sie tief berührt. Was für ein wunderschönes Geschenk! Voller Vorfreude sieht sie dem Abend in einem romantischen Gartenlokal entgegen. Doch das Dinner wird zum Desaster: Sie entdeckt die Kette am Hals von Gordons junger Sekretärin. Gedemütigt verlässt Ella das Lokal und geht alleine zum Bahnhof. Tieftraurig zieht sie ihren Ehering vom Finger, er rutscht ihr aus der Hand und fällt auf die Gleise. Sie will ihn zurückholen und bemerkt nicht, dass der Zug einfährt. Ein Augenzeuge glaubt, dass sie sich vor den Zug werfen will, reißt sie in letzter Sekunden zurück und macht ihr heftige Vorwürfe: Das Leben ist ein kostbares Geschenk, das man nicht so einfach wegwerfen darf. Ellas zaghafte Erklärungsversuche lässt er nicht gelten. Sein Zug fährt ein, und er verschwindet.
Durch dieses Erlebnis ist Ella gezwungen, über ihr Leben nachzudenken und sich Fragen zu stellen: Wann hat sie das letzte Mal gelacht? Worauf freut sie sich? Ella kann sich keine der Fragen ehrlich beantworten, und plötzlich ist ihr, als würde sie ihr bisheriges Leben zum ersten Mal mit offenen Augen sehen. Nur sie selbst ist für ihr Lebensglück verantwortlich. Am Bahnsteig fasst sie einen spontanen Entschluss. Anstatt nach Hause zu fahren, fährt sie nach Cornwall ans Meer. Mit klopfendem Herzen steigt Ella aus dem Zug und geht direkt zum Strand. Sie zieht die Schuhe aus, lässt ihre Füße von den Wellen umspülen und ist glücklich. In einem kleinen Café gönnt sie sich Tee und Scones. Doch als sie bezahlen will, entdeckt sie, dass ihr Geld gestohlen wurde. Carol, die Eigentümerin des Cafes, gibt ihr die Möglichkeit das Geld abzuarbeiten, und Ella stürzt sich motiviert in ihre Aufgabe. Carol ist beeindruckt und bietet ihr an, für länger auszuhelfen. Ella ergreift ihre Chance und teilt ihrem Mann mit, dass sie vorläufig nicht zu ihm zurückkehren wird. Und so beginnt ihr neues Leben. Bei einem ihrer ausgedehnten Spaziergänge begegnet sie ihrem „Lebensretter“ Richard Wadsleigh. Ella ist fasziniert von dem attraktiven Mann, und auch er macht aus seinem Interesse keinen Hehl. Doch dann taucht überraschend ihr Sohn Michael auf, der Muttis bequeme Vollpension vermisst und sich vorgenommen hat, sie so schnell wie möglich zurückzuholen. Und auch ihr Ehemann Gordon ist nicht bereit, seine Ehe kampflos aufzugeben.
Nach der Kurzgeschichte „Flowers in Winter“  –  Text & Screenshot: ZDF

Deutschland/Österreich ORF, ZDF 2012
Regie: Stefan Bartmann
Buch: Martin Wilke und Silke Morgenroth
Kamera: Marc Prill

Darsteller: Dietrich Adam – Richard Wadsleigh, Marijam Agischewa – Ella Dempsey, Siemen Rühaak – Gordon Dempsey, Daniel Roesner – Michael Dempsey, Zoe Weiland – Carol Mulligan, Charlene Peters – Ty Glaser – u.a.

Drehort/e: Newquay und Umgebung: Am Godrevy Point und der Gwithian Beach wurden einige Szenen gedreht, im Hintergrund ist des öfteren die Insel mit dem Godrevy Lighthouse zu sehen. Auch in St Ives wurden Szenen für diesen Film gedreht. Hier treffen sich Richard, Ella, Michael und Carol auf der Wharf Road und der Harbour Beach, die Smeaton’s Pier mit seinem Leuchtturm diente als Kulisse. Marazion, die Mount’s Bay und im Hintergrund St Michaels’s Mount sind weitere Drehorte. Auf dem Friedhof von Marazion, an der Turnpike Road stellt Richard Blumen auf das Grab seiner verstorbenen Frau. Richard und Ella begegnen sich auf dem Bahnsteig der Bodmin General Station und rettet sie später vor dem herannahenden Zug. Ella sperrt Richard und seine Stieftochter Carol im The Huer’s Hut in Newquay ein und läßt diese nicht vorher raus, bis sich die Beiden ausgesprochen und versöhnt haben. Auch eine kurze Einspielung vom Start Point mit seinem Leuchtturm erscheint. Das Strandcafe „Bay View“ von Carol Mulligan in dieser Pilcher-Verfilmung liegt in der Nähe von Porthleven und zwar etwas südöstlich und ist das Gate House oberhalb der Loe Bar (eine Sandbank, die den Loe Pool bei Helston vom Atlantik trennt). Das Gebäude wurde nur für den Film zu einem Cafe umgebaut.

Drehzeit:  30.05.2012 bis 27.06.2012

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Und plötzlich war es Liebe

Nicolas (Patrik Fichte) und Julia (Jeanne Tremsal) in "Rosamunde Pilcher: Und plötzlich war es Liebe".

Foto: ZDF und Jon Ailes

Julia Greenwood hat vor einigen Jahren ihren Heimatort in Cornwall verlassen und leitet gemeinsam mit ihrem Freund Billy eine erfolgreiche Veranstaltungsagentur in London. Beruflich hat sie alles erreicht, was sie sich immer erträumt hatte, doch in ihrem Privatleben mit dem smarten Billy kriselt es seit geraumer Zeit. Als sie ihn mit ihrer besten Freundin in flagranti erwischt, weiß sie, dass nun endgültig das Ende ihrer Beziehung gekommen ist. Enttäuscht beschließt sie, den Traum von der großen Liebe aus ihrem Leben zu verbannen. In diesem emotionalen Durcheinander erreicht Julia ein Anruf ihrer Mutter Laura, die sie eindringlich bittet, nach Hause zu kommen. Überstürzt reist sie nach Cornwall und ist sehr gespannt, was ihr Laura mitteilen will. Und es ist eine schöne Überraschung, denn ihre Mutter, die jahrelang sehr unter dem frühen Tod ihres Mannes gelitten hat, will wieder heiraten. Es ist Lord Frederik Windshell, ebenfalls Witwer und Besitzer eines traumhaften Anwesens an der Küste, wo auch die Hochzeit stattfinden soll.
Als Julia sieht, wie glücklich ihre Mutter ist, bietet sie sofort an, das große Fest zu organisieren. Lord Frederik Windshell bittet seinen Verwalter, Nicolas Miller, Julia bei den umfangreichen Vorbereitungen zu unterstützen. Julia und Nicolas fühlen sich vom ersten Moment an zueinander hingezogen – doch beide, von der Liebe zutiefst enttäuscht – wehren sich anfangs noch gegen die aufkeimenden Gefühle. Aber eine Reihe aufregender Ereignisse und das lange vertuschte Familiengeheimnis der Windshells zwingen Julia und Nicolas, gemeinsam wichtige Entscheidungen zu treffen – auch über ihr eigenes Leben.  Text: ZDF

Melodram, Deutschland/Österreich 2006 *
Regie: Dieter Kehler
Drehbuch: Christiane Sadlo
Laufzeit: 90 Min.
Kamera: Marc Prill
Musik: Richard Blackford

Darsteller: Jeanne Tremsal (Julia Greenwood), Patrik Fichte (Nicolas Miller), Marijam Agischewa (Laura Greenwood), Reiner Schöne (Lord Frederik Windshell), Katrin Weisser (Emily Windshell), Christine Mayn (Alexis Grand), Andreas Zimmermann (Billy Brown) u.a.

Drehorte: Im Intro sind unter anderem Durdle Door und die Warbarrow Bay zu sehen, diese liegt zwischen West Lulworth und Kimmeridge auf der Isle of Purbeck, auch die Autofahrt am Anfang fand hier statt, man kommt dann zu dem „Geisterdorf“ Tyneham, dieses liegt in einem militärischen Sperrgebiet auf der Purbeck Halbinsel. Die Fahrt mit dem Traktor war in Wimborne Minster in der Cook Row neben der Kathedrale. Hier ist auch der Blumenladen, wo Julia die Rosen bestellt und Emily fährt auch hier mit ihrem Sportwagen (im Hintergrund ist der Pub „The White Hart“ zusehen, auch heute noch). Die Gartenszenen mit dem Pavillon waren in Studland auf dem Gelände des Harry Warren House (Old Harry Rocks sind im Hintergrund zu sehen). Die Szene mit den Fackeln fanden direkt bei Old Harry Rocks statt. Der Bookshop „Minster Books“ liegt in Wimborne Minster am Corn Market (neuerdings ist da ein Makler eingezogen). Nach dem Probeessen war der Spaziergang auf der großen Swanage Pier und das Haus der Ärztin ist privat und steht in der West Street in Wimborne Minster. Das Herrenhaus von Lord Frederik Windshell ist  Minterne House, Minterne Magna, Dorchester, Dorset. Dort im Garten ist auch die Steinbrücke zu finden, die Julia fotografiert.

Wolken am Horizont

Foto: ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen, Österreichischer Rundfunk (ORF)

Foto: ZDF/Mike Gast

Laura und Alec Haverstock haben in London in aller Stille geheiratet. Die schwangere Laura ist überglücklich und hofft, dass sie den ständigen Vergleichen mit Erica, Alecs erster Frau, standhalten kann. Leider kann das junge Paar die geplante Hochzeitsreise nicht antreten, Laura erleidet eine Fehlgeburt. Alec, der wegen dringender Geschäfte nach New York reisen muss, bringt seine Frau nach Cornwall, damit sie sich dort bei seiner Familie erholen kann.

Laura wird von Alecs Cousin Gerald, seiner Frau Eve und deren Sohn Ivan herzlich aufgenommen. Lediglich Sylvia, eine Freundin der Familie und Jugendliebe von Alec, verhält sich sehr reserviert. Sylvia versucht, bei Alecs Tochter Gabriel gegen Laura zu intrigieren. Gabriel, die sich um ihren Vater sorgt, macht sich auf den Weg nach Cornwall. Aufgebracht berichtet Sylvia Gerald und Eve von einem anonymen Brief, in dem sie beschuldigt wird, ihren Mann in den Tod getrieben zu haben. Alles spricht dafür, dass der Brief von May, Ivans etwas senilem Kindermädchen, stammt.

 Gabriel wird von Ivan auf Cornwall begrüßt, und beide sind sich auf Anhieb mehr als sympathisch. Auch Gabriel findet in ihrer Post einen anonymen Brief, in dem Laura beschuldigt wird, Alec mit Ivan zu betrügen. Wieder weist alles darauf hin, dass der Brief von der alten May stammt. Selbst Alec, der wieder in Cornwall eingetroffen ist, hegt Misstrauen gegenüber seiner Frau, als er den anonymen Brief zu Gesicht bekommt. Enttäuscht und wütend will Laura abreisen. Auf Drängen von Gabriel gelingt es Alec, Laura aufzuhalten.

Nach dem gleichnamigen Roman – Text: ZDF

Melodram, Deutschland/Österreich 1995*
Regie: Rolf von Sydow
Drehbuch: Barbara Engelke
Laufzeit: 88 Minuten
Kamera: Mike Gast
Musik: Richard Blackford

Darsteller: Laura Haverstock – Marijam Agischewa, Alec Haverstock – Klaus Wildbolz, Gerald – Klausjürgen Wussow, Sylvia – Lisa Kreuzer, Ivan – Manou Lubowski, Eve – Monika Woytowicz, Gabriel – Dorothea Schenck, May – Maria Körber, Kristie – Annika Bruhns, Tom – Norbert Hansing u.a.

Drehorte: Cornwall/England; Das schöne St Ives – das Herz Cornwalls – In vielen Pilcher-Romanen wird es als fiktives Städtchen „Porthkerries” erwähnt. Hier bei St Ives verbrachte R. Pilcher ihre Kindheit und Jugend. Der Ort war Kulisse von “Wolken am Horizont“.

In der Kirche von Perranuthnoe wurde die Schluss- und Hochzeitsszene gedreht, in der Ivan und Gabriel und Laure und Alec vor den Traualtar treten. In Hayle befindet sich die Poststation wo Laura nach der Vorwahl-Nummer von New York fragt.

St Michael’s Mount, gewaltig erhebt sich in der Mountsbay der Felsen aus dem Meer, eine kleine Insel mit einem gepflegten Garten. Schon keltische Mönche errichteten hier ein Kloster, das später zur Burg ausgebaut wurde. Hier wurden auch einige Szenen zu dem Film gedreht. In Marazion sitzen Laura und Ivan auf der Terrasse von „The Godolphin Arms“ mit Blick auf St Michael’s Mount.

Der Friedhof und die Kirche St. Uny in Lelant, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, stellt den Hintergrund, mit einem atemberaubenden Blick über die Hayle Flussmündung und den Sanddünen, der grossen Aussprache zwischen dem Ehepaar Haverstock im Film dar.

Weitere Drehorte sind: Falmouth, auch hier wurden Szenen gedreht, er ist der drittgrößten Naturhafen der Welt.  Penzance, Porthminster Café in St Ives,  Truro/Boscawen Street, Sithians, Fal Flussmündung, Trelissick Garden